Unser Angebot

Unser psychotherapeutisches Behandlungsangebot umfasst Einzel- und Gruppentherapien und richtet sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche deren Lebensqualität durch psychische Störungen eingeschränkt ist und die infolgedessen einen Leidensdruck verspüren oder Hilfe bei der Bewältigung aktueller Probleme benötigen.

Als Einrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sind wir der Forschung und Lehre verpflichtet. Ihre ambulante Psychotherapie wird bei uns unter anderem durch eine ausführliche Testdiagnostik wissenschaftlich begleitet. Ferner werden alle Therapiesitzungen im Rahmen der Qualitätssicherung auf Video aufgezeichnet. Hiervon profitieren insbesondere Sie als Patientin bzw. Patient, da wir dadurch unsere Behandlungsqualität stetig überprüfen und unser therapeutisches Vorgehen individuell anpassen können.

Gruppentherapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche

Skillsgruppe nach DBT-A

Die Skillsgruppe richtet sich an Jugendliche, die ihre Fähigkeiten zur Emotionsregulation und zum Umgang mit belastenden Situationen verbessern möchten. Im Rahmen eines strukturierten Trainingsprogramms lernen die Teilnehmenden verschiedene Strategien („Skills“) kennen, um Gefühle besser wahrzunehmen, zu regulieren und Krisen konstruktiv zu bewältigen. Das Training basiert auf der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Adoleszente (DBT-A) nach Marsha Linehan.

Die Gruppe findet wöchentlich mittwochs von 15.00 bis 16.30 Uhr statt (außer in den Ferien) und erstreckt sich über etwa ein halbes Jahr. Eine Überprüfung der Indikation erfolgt vorab gemeinsam mit den Jugendlichen und ihren Eltern im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Die Kosten für das Skillstraining übernimmt im Normalfall die jeweilige Krankenkasse. Ansprechpartnerinnen sind Andrea Bálint und Julia Wassermann, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen sowie DBT-A-Therapeutinnen. Anmeldungen sind über die homepage www.klips.phil.fau.de/hap/anmeldung über das dort
zu findende Kontaktformular möglich.  

Grow & GO – Verhaltenstherapeutische Gruppe für junge Erwachsene

Die Gruppe richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren, die einen besseren Umgang mit Stress, Grübeln, Selbstzweifeln oder belastenden Gefühlen erlernen möchten. Grundlage ist die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), die dabei unterstützt, Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen, mehr psychische Flexibilität zu entwickeln und das eigene Handeln an persönlichen Werten auszurichten.

In der Gruppe arbeiten die Teilnehmenden mit praktischen Übungen, Achtsamkeitsmethoden sowie Austausch und Reflexion in der Gruppe. Ziel ist es, neue Perspektiven auf belastende Gedanken und Gefühle zu gewinnen und hilfreiche Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Die Gruppe findet in den Räumen der HAP-KJ (Krankenhausstraße 2–4, 91054 Erlangen) statt und startet voraussichtlich im September 2026. Bei weiteren Nachfragen und/oder einer gezielten Anmeldung melden Sie sich bitte im Rahmen unserer
telefonischen Sprechstunde (Zeiten s.h. Homepage) unter folgender Nummer: 09131 85 67561. Die Kosten für die Gruppentherapie übernimmt im Normalfall die jeweilige Krankenkasse. Ansprechpartnerinnen sind Eva Nindl und Sarah Neubauer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen.

Familienkompass – verstehen, verstärken, verbinden

Die Gruppe richtet sich an Eltern und Angehörige psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. In einem geschützten Rahmen erhalten die Teilnehmenden psychoedukative Informationen, Anregungen zur Reflexion sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Themen sind unter anderem Bedürfnisse und Grenzen in der Familie, Medienkompetenz sowie die Familie als bio-psycho-soziales System.

Ziel der Gruppe ist es, Orientierung und Handlungssicherheit im Umgang mit den Herausforderungen einer psychischen Erkrankung des Kindes oder Jugendlichen zu stärken. Die Gruppentherapie umfasst 7 Termine à 1,5 Stunden und findet mittwochs um 11.00 Uhr im zweiwöchigen Rhythmus statt. Der Start ist voraussichtlich im September 2026.

Anmeldungen sind über die Homepage www.klips.phil.fau.de/hap/aktuelles über das dort zu
findende Kontaktformular möglich. Die Kosten für die Gruppentherapie übernimmt im Normalfall die jeweilige Krankenkasse. Ansprechpartnerinnen sind Eva Nindl und Sarah Neubauer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen. Bei weiteren Nachfragen melden Sie sich bitte telefonisch im Rahmen unserer telefonischen
Sprechstunde unter folgender Telefonnummer: 09131 85 67561.

TEK-Gruppe: Training emotionaler Kompetenzen für Kinder

Die Gruppentherapie richtet sich vorrangig an Kinder im Grundschulalter. Anhand des an der FAU entwickelten und wissenschaftlich evaluierten Trainingsprogramms TEK (Training emotionaler Kompetenzen) lernen die Kinder, wie sie kompetent mit verschiedenen Gefühlen umgehen können. Ziel ist es, die Emotionsregulation zu stärken und das Wohlbefinden sowie das soziale Miteinander zu fördern.

Da das regelmäßige Üben im Alltag ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist, werden auch Eltern bzw. Bezugspersonen intensiv in die Behandlung einbezogen. Die Gruppe umfasst 10 Termine mit den Kindern, 3 Termine mit den Eltern bzw. Angehörigen sowie einen gemeinsamen Termin. Die Dauer der einzelnen Gruppenstunden beträgt jeweils 1,5 Stunden.

Eine Überprüfung der Indikation für die Gruppe findet vorab gemeinsam mit den Kindern und ihren Eltern im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde statt. Die Kosten für die Gruppentherapie übernimmt im Normalfall die jeweilige Krankenkasse. Ansprechpartnerinnen sind Andrea Bálint und Julia Wassermann, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen. Anmeldungen sind über die homepage www.klips.phil.fau.de/hap/anmeldung über das dort
zu findende Kontaktformular möglich. Bei weiteren Nachfragen melden Sie sich bitte telefonisch im Rahmen unserer telefonischen
Sprechstunde unter folgender Telefonnummer: 09131 85 67561.

Forschung

Die wissenschaftliche Begleitung unserer Psychotherapie ist Teil unseres Selbstverständnisses als Hochschulambulanz. Wir fokussieren dabei auf den Psychotherapieprozess, sowie die Durchführung von Forschungsprojekten zu neuen Behandlungsangeboten. Indem wir Ihre persönlichen Erfahrungen in unsere wissenschaftliche Betrachtung miteinbeziehen und diese mit unseren therapeutischen Erkenntnissen verknüpfen, erweitern wir beständig das Wissen über die Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung psychischer Erkrankungen.

Unser Ziel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Behandlungsangebote. Sie als Patientin bzw. Patient profitieren davon direkt in Form von hoher Behandlungsqualität und dem Einsatz modernster Therapiemethoden.

Ihre Psychotherapie wird von regelmäßiger Diagnostik begleitet. Vor Therapiebeginn machen wir uns mit Hilfe von Fragebögen und Interviews ein sehr genaues Bild von Ihrer Situation. Diese Analyse dient uns und Ihnen als Basis für eine gemeinsame Therapieplanung. Weitere Untersuchungen im Verlauf ermöglichen uns eine genaue Einschätzung des Therapieverlaufs und Ihrer Fortschritte. Eine ausführliche Diagnostik am Ende Ihrer Behandlung gibt uns Aufschluss über den Therapieerfolg. Nach Abschluss Ihrer Therapie sind weitere Untersuchungen vorgesehen, um die Stabilität Ihrer Behandlungsergebnisse im Auge zu behalten. Die Ergebnisse der diagnostischen Untersuchungen werden genau mit Ihnen besprochen und fließen jeweils in die nächsten Schritte Ihrer Behandlung ein. Nach Beendigung Ihrer Psychotherapie können die Untersuchungszeitpunkte auch für eine kurze Sitzung genutzt werden, in denen die Diagnostik besprochen und Therapieinhalte bei Bedarf aufgefrischt werden.

Lehre

Unser Ziel ist es, fortgeschrittene Psychologiestudierende in unsere Arbeit mit einzubeziehen. Mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis können Studierende Ihren Sitzungen beisitzen und wertvolle praktische Erfahrungen für ihre spätere klinische Tätigkeit sammeln. Gerade in der Psychotherapie können Beobachtungen einer außenstehenden Person hilfreiche Hinweise für die weitere Zusammenarbeit zwischen Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeuten und Patientin bzw. Patienten sein. Unsere Ambulanz-Assistenteninnen bzw. -Assistenten sind ebenfalls engagierte Psychologiestudierende, die uns in der Praxis beispielsweise bei der Durchführung und Auswertung der Diagnostik unterstützen.

Qualitätssicherung

Alle unsere Therapeutinnen bzw. Therapeuten sind entweder in der Weiterbildung (Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten in Ausbildung) oder haben diese bereits abgeschlossen (Approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen bzw. Approbierter Psychologischer Psychotherapeut). Mit Hilfe regelmäßiger Fortbildungen, Inter- und Supervisionen sichern wir darüber hinaus kontinuierlich die Qualität unserer psychotherapeutischen Arbeit.

Die regelmäßige Aufzeichnung und Analyse von Therapiegesprächen ist ein fester Bestandteil unseres ambitionierten Qualitätsmanagements.

Dieses Vorgehen bietet mehrere Vorteile:

  1. Die Therapeutinnen bzw. Therapeuten können sich mit Hilfe der Aufzeichnungen besonders gut auf die nächste Sitzung vorbereiten.
  2. Die Patientinnen bzw. Patienten können mit Hilfe der Videos wichtige Passagen der Therapie vertieft reflektieren.
  3. Die Aufzeichnungen können mit Ihrem Einverständnis für die praxisnahe Ausbildung von angehenden Psychologischen Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten genutzt werden.
  4. Im Rahmen der Psychotherapieforschung werden die Aufzeichnungen mit Ihrem Einverständnis zur Untersuchung der Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmethoden in Abhängigkeit des jeweiligen Störungsbildes genutzt.